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Weinberg am Michaelsberg

Weinberg am Michaelsberg (Fotomontage)
Daten & Fakten:

Ziel:
Wiederbelebung der Jahrhunderte alten Weinbautradition (historischer Weinbau im Berggebiet von Gaustadt bis Bug ist ab dem 11. Jhdt. bis zum Ende des 19. Jhdt. aufgrund urkundlicher Aufzeichnungen und Karten bzw. alter Stiche nachzuweisen)

Hintergrund:
Der „Kammerathen-Garten“ am Südhang des Michaelsbergs war bis zur Säkularisation der fürstbischhöfliche Weinberg. Das Kloster St. Michaelsberg mit seinen Weinbergen in der sich westlich des Klosters erstreckenden Immunität, war größter Weinbergsbesitzer Bambergs. Neben der Säkularisation, die die Teilung der kirchlichen Güter zur Folge hatte, führte zum Ende des 19. Jahrhunderts insbesondere das Auftreten der Reblaus und Reb-Krankheiten zum Untergang der Häckertradition in Bamberg und großen Teilen Frankens. Heute erinnert neben der Ausstellung im Gärtner- und Häckermuseum insbesondere die St. Urbani-Prozession der Bamberger Häcker im Mai an die jahrhunderte alte Weinbautradition Bambergs.

Weinberg am Michaelsberg (SW-Foto)
Die Landesgartenschau Bamberg GmbH hat hierzu gemeinsam mit der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) und der Bürgerspital-Stiftung, sowie nach intensiven Gesprächen mit der Unteren Denkmalschutzbehörde, dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und der Unteren Naturschutzbehörde ein Konzept für einen naturnahen, umweltgerechten und wirtschaftlich betriebenen Weinberg erarbeitet. Das Konzept bestätigt die Machbarkeit der Errichtung eines Weinberges und die Wirtschaftlichkeit des Betriebes.

Michaelsberg (Ausschnitt aus Zweidler-Plan von 1602)
Michaelsberg - Streuobstwiese am Südhang

Chronologie:

29. Januar 2008

Vorstellung des Konzeptes im Beratungs- und Entscheidungsgremiums der LGS GmbH als Teilprojekt der Landesgartenschau 2012

  • Vorhaben wird einstimmig als Teilprojekt freigegeben
10. April 2008 Sitzung des Naturschutzbeirates
17. April 2008

Umweltsenat spricht sich für Anlage eines naturnahen Weinberg am Südhang des Michaelsbergs aus

  • umweltgerechte Bewirtschaftung und Einhaltung von Auflagen wie z.B. Verzicht auf Pflanzenschutzmittel
  • Anlage eines Lehrpfades
  • Ersatzpflanzungen am Rand des Gartens
Mai 2008 Ortsbegehung mit den Vertretern des Naturschutzes, nach den Festsetzungen aus dem Naturschutzbeirat wurde der schützenswerte Bestand erfasst und wird im künftigen Weinberg erhalten
28. Mai 2008 Pressegespräch/Otsbegehung mit dem Naturschutzbeirat:
  • Billigung des Eingriffs in den vorhandenen geschützten Landschaftsbestandteil Michaelsberg (4:1 Stimmen)
  • Aufnahme der vorhandenen Arten und Ersatzpflanzungen für Rodung (im Verhältnis 1:1)
  • aus Sicht des fünfköpfigen Fachgremiums ist der geplante Weinberg eine "Chance für Bamberg"
Mitte Juni 2008 Vergabe der Bewirtschaftung durch Martin Bauerschmitt, Ziegelanger/Zeil am Main (aus insgesamt 12 Interessenten ausgewählt)

 

Lage:
Südhang des Michaelsberges ("Kammerathen-Garten")

Gesamtfläche:
1,6 Hektar, die
zu 100 % im Geltungsbereich des geschützten Landschaftsbestandteil Michaelsberg liegt (Flächengröße 5,8 Hektar)

Aktuelle Nutzung:
Streuobstwiese, Baumbestand ca. 140 Apfel-, Birn-, Kirsch- und Zwetschgenbäume

Standort-Beurteilung:
Im Vergleich zu anderen Streuobstwiesen aufgrund der Überdüngung relativ artenarm

 
 Weinberg am Michaelsberg (Fotomontage)
Vorgesehenes Nutzungskonzept
(Planung der Bürgerspitalstiftung):
  • Anlage und Bewirtschaftung eines Weingartens nach den "Kriterien des Bayerischen Kulturlandschaftsprogrammes (KULAP-A) für Umweltgerechten Weinbau in Steil- und Terrassenlagen" [Merkblatt], der an einen ausgebildeten Winzer verpachtet werden soll
  • naturnaher Weinbau (nach ökologischen Vorgaben) mit zwei Dritteln Silvaner und einem Drittel Johanniter (traditionelle fränkische und eine jüngere pilzresistente Rebsorte) Weinbergsfläche: 1 Hektar (geforderte Mindestgröße lt. Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Veitshöchheim)
  • Erwarteter Ertrag: ca. 7.500 Liter pro Jahr
  • in jeder zweiten Rebzeile Begrünung mit heimischen Kräutern und Pflanzen zur Sicherstellung der Artenvielfalt
  • im Randbereich wird der Baumbestand gehalten, hier ist auch ein Teil der Ersatzpflanzungen für die Obstbäume vorgesehen (regionaltypische Apfel- und Birnensorten)
  • gesamter Südhang wird in die Pflege einbezogen
     
  • "Es könnte eine trockene Spätlese werden" [mehr ...]
    Interview mit dem Winzer Martin Bauerschmitt, der den künftigen Weinberg am Michaelsberg
    bewirtschaften wird

Web-Tipp:

Weinberg am Michaelsberg (Plan 1821/22)
Stadtplan aus dem Jahr 1821/22 mitder Ansicht des historischen Weinbergs am Michaelsberg:

Pressemeldungen zum Thema:

  • Geplanter Weinberg am Michaelsberg:
    Unterschriften für Bürgerbegehren werden geprüft (04.08.2008) [mehr ...]
  • Weinberg soll so „Bio“ wie möglich werden:
    Stadtrat spricht sich einstimmig für den Weinanbau am Michaelsberg aus (31.07.2008) [mehr ...]
  • Weinberg kann nur im Konsens verwirklicht werden:
    Landesgartenschau stellt keine Maximalforderungen (18.07.2008)
    [mehr ...]
  • Naturnaher Weinberg als Chance für den Michaelsberg:
    Entwurfsplanungen wurde der Öffentlichkeit vorgestellt (17.07.2008) [mehr ...]
  • Bürgerinformation am künftigen Weinberg:
    Die Verantwortlichen stehen für Fragen zur Verfügung (14.07.2008)
    [mehr ...]
  • Ein Jungwinzer für Bamberg:
    Martin Bauerschmitt aus Ziegelanger übernimmt Weinberg am Michaelsberg (12.06.2008)
    [mehr ...]
  • Ein Weinberg für Bamberg:
    Beitrag zur Landesgartenschau 2012 (21.04.2008)
     [mehr ...]

Auskünfte:

Herr Dipl.-Ing. Harald Lang
Geschäftsführung
Landesgartenschau Bamberg 2012 GmbH
Margaretendamm 28

96052 Bamberg
Telefon (Sekretariat Fr. Förtsch):
0951 / 968378-10

FAX:
0951 / 968378-30

E-Mail:

Internet-URL:


 

   

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